Ein Stadtrundgang

App: Osnabrück 13-18

Die Kombination eines App-basierten Stadtrundgangs mit einer digitalen Ausstellung bietet die Möglichkeit der virtuellen und gleichzeitig raumerschließenden Annäherung an die Kriegserfahrung von Menschen in Osnabrück und deren historische Rahmung, die insbesondere das Sterben von Soldaten in seiner Rückwirkung auf die Stadtgesellschaft ins Zentrum rückt.

Die ursprünglich eingesetzte App entstand 2013/14 in einer Kooperation der Stadtverwaltung und der Universität Osnabrück. Verfügbar über den Apple Store bzw. Google Play Store für private Tablets oder Smartphones sowie nutzbar über entsprechende Leihgeräte des Felix Nussbaum Hauses bietet die Anwendung eine prinzipiell GPS basierte Navigation auf Grundlage eines aktuellen bzw. historischen Stadtplans Osnabrücks.

An zwölf an markanten Orten im Stadtgebiet verorteten Stationen werden zentrale Aspekte des Kriegsalltages bzw. der Rückwirkung des Krieges auf die Stadt und ihre Einwohner:innen erzählt. Jede dieser Stationen ist mit einem einführenden Text versehen und wird über unterschiedliche historische Artefakte ("Quellen") in seinem historischen Zustand fassbar. Darunter finden sich Fotografien ebenso wie Egodokumente, also Schrifterzeugnisse von Zeitgenossen, Auszüge aus Akten, die eine Verwaltungsperspektive aufzeigen können, oder Zeitungsartikel, die einen Einblick in die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Kriegsgeschehen erlaubenn. Ausgewählte Dokumente, etwa Auszüge aus Briefen oder Tagebüchern, aber auch Zitate aus den Abituraufsätzen des Sommers 1914, die durch nachgestellte Szenen oder Lesungen inszeniert worden sind, um die Betrachterinnen und Betrachter näher an die Perspektive der Akteure heranzurücken.