Herkunftsländer Lohstraße
Das obige Diagramm zeigt den Herkunftskontext der 878 Migrant:innen, die zwischen 1940 und 1980 zeitweise in der Lohstraße untergekommen waren, in Bezug auf die kontinentale Zuordnung ihrer Herkunftsländer.
Über den gesamten Zeitraum hinweg stellten Migrant:innen aus Europa mit ca. 96,7% (849) den größten Anteil dar, davon 67,7% Männer (575) und 32,3% Frauen (274). Die anderen Kontinente machen nur einen verschwindenden Anteil aus: Am zweithäufigsten sind Migrant:innen aus Afrika unter den Fällen vertreten (1,8%), danach folgt Asien (1. Mit jeweils 0,2% entstammen nur 4 Personen aus Nord- und Südamerika (davon eine Frau aus Argentinien). Aus Australien und Ozeanien sind keine Personen verzeichnet.
Eine detaillierte Analyse der Fälle von Migrant:innen aus Europa zeigt ein heterogenes Bild. Insgesamt entstammen diese 28 europäischen Staaten, von denen Spanien, Italien, Portugal, Bosnien und Herzegowina und Deutschland herausstechen. Aus diesen Ländern kamen 699 der 849 Migrant:innen (82,33%). Somit ist mit bloßem Auge eine klare süd(west)europäische Tendenz erkennbar.
In Bezug auf die geschlechtliche Verteilung der Migrant:innen fällt zudem auf, dass aus Belarus, Ungarn, Irland, Montenegro, Rumänien, der Türkei, der Ukraine, der Tschechoslovakei und dem Kosovo nur Männer einwanderten, während die Slovakei das einzige Land ist, aus dem nur Frauen in die Lohstraße zogen.
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Inhaltlich verantwortlich: Paul Sander, Marcel Skupin, Diana Pletner

