Herkunft und Geschlecht
Im obigen Diagramm werden die Herkunftsländer aller je in der Lohstraße 32 wohnhaften Migrant:innen in ihrer absoluten und relativen Verteilung dargestellt.
Tendenzen, die sich allgemein in der gesamten Lohstraße finden lassen, sind auch für das Wohnhaus 32 erkennbar. Der Anteil von Migrant:innen aus Spanien, Italien, Jugoslawien und Portugal gab ist demzufolge relativ hoch. Auffällig ist zudem, dass Migrant:innen portugisischer Herkunft allesamt um 1970/1971 in die Lohstraße 32 zogen und damit in einer Zeit, in der sich in Osnabrück insgesamt ein hoher Anteil portugisischer Migrant:innen nachweisen lässt.
Die ersten Migrant:innen kamen 1964 in die Lohstraße 32. Dabei handelt es sich um drei Personen italienischer und spanischer Herkunft. 1980 wurden die letzten Migranten aufgezeichnet, diese waren beide männlich und stammten aus Polen und Großbritannien.
Wie im Diagramm zu sehen ist, bewohnten in dem Zeitraum von 1964 bis 1980 insgesamt 229 Migrant:innen in die Lohstraße 32. Von diesen waren 168 männlich und 61 weiblich. Die Männer übten vorwiegend Berufe im Handwerks- bzw. Industriesektor aus, wohingegen sich die Arbeit der Frauen eher auf den Dienstleistungssektor oder die Rolle als Hausfrauen fokussierte (ausführliche Informationen dazu erfolgen in einem späteren Abschnitt dieses Ausstellungsmoduls).
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Inhaltlich verantwortlich: Paul Sander, Marcel Skupin, Diana Pletner

