Familienstand
Im Diagramm wird der Familienstand als weitere sozialprofilanalytische Kategorie dargestellt. 56,8% der Personen (130) waren verheiratet, als sie in die Lohstraße 32 zogen. Weitere 38,4% (88) bezeichneten sich selbst als ledig. Nur 2 Bewohner:innen waren geschieden, eine Person war bei der amtlichen Meldung bereits verwitwet. Von insgesamt 8 Personen, darunter 6 Frauen, gab es keine Daten.
Ähnlich wie bei der Altersstruktur der Bewohner:innen ergibt sich auch beim Faktor Familienstand durch die Verschränkung mit der Kategorie Geschlecht eine weitere Differenzierungsebene der Daten. Dabei fällt auf, dass der Anteil lediger Männer mit etwa 42% den der Frauen (27%) stark übertrifft. Deutlich schwächer fällt die Differenz unter den Verheirateten aus (59% der Frauen, 56% der Männer). Die Datensätze stützen damit die Annahme voriger Kapitel dieses Ausstellungsmoduls, wonach viele der Migrant:innen im Laufe der Zeit ihre Familien zu sich holten.
Die vergleichsweise hohe Anzahl an ledigen Personen ist insbesondere auf Personen unter 20 Jahren zurückzuführen. Andere ledige Personen kamen in der Regel als Saisonarbeiter mit dem Wunsch auf eine bessere Zukunft in die Lohstraße. Alleinstehende Frauen kamen oftmals auch, um ihre Familien im Ausland zu unterstützen, da die wirtschaftliche Situation in Osnabrück besser war als in der Heimat.
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Inhaltlich verantwortlich: Paul Sander, Marcel Skupin, Diana Pletner

