Gedenk- und Erinnerungskultur

Seit 1999 gab es in Osnabrück Bestrebungen, den 'Euthanasie'-Opfern der nationalsozialistischen Terrorherrschaft in Osnabrück ein würdiges Denkmal zu setzen. Seit 2005 befindet sich ein solches auf dem Gelände des Landeskrankenhauses nahe des Bürgerparks:

Künstler Euthanasie-Denkmal OS.JPG

Plakette am Mahnmal für die Opfer der NS-'Euthanasie' in Osnabrück zeigt die Namen der verantwortlichen Künstler.
Fotografie: Niklas Poggemann.

Im Rahmen eines Künstlerwettbewerbs setzte sich der Entwurf des Osnabrücker Künstlers Werner Kavermann durch. Eine Expertenkommission wählte seine Skulptur, "weil sie in eindrucksvoller und authentischer Weise das angstvolle und zur Vereinzelung drängende Erleben des psychisch kranken Menschen einfängt"1. Der Künstler selbst betonte, dass es ihm wichtig gewesen sei, dass das Denkmal den Ort nicht dominiere, um negative Auswirkungen auf heutige Patient:innen, Angehörige und das Klinikpersonal zu vermeiden.2 

  1. Vgl. AMEOS-Klinkum-Osnabrück: Mahnmal, in: AMEOS, URL: https://www.ameos.de/klinikum-osnabrueck/ueber-uns/mahnmal (abgerufen am: 12.03.2025).

  2. Vgl. Reiter, Raimond: Opfer der NS-Psychiatrie. Gedenken in Niedersachsen und Bremen. Marburg: Tectum-Verl. 2007, S. 113.

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Inhaltlich verantwortlich: Niklas Poggemann

[1] Vgl. AMEOS-Klinkum-Osnabrück: Mahnmal, in: AMEOS, URL: https://www.ameos.de/klinikum-osnabrueck/ueber-uns/mahnmal (abgerufen am: 12.03.2025).

[2] Vgl. Reiter, Raimond: Opfer der NS-Psychiatrie. Gedenken in Niedersachsen und Bremen. Marburg: Tectum-Verl. 2007, S. 113.