Schloss Osnabrück als Zentrale der Universität

Schloss Osnabrück.jpg

Hauptgebäude des Schlosses Osnabrück aus Blickrichtung Neuer Graben im Jahr 2024
Foto: Lea Horstmann.

Eine "[b]arocke Oase im Herzen der Stadt"1 – so bezeichnet das Osnabrücker Land auf seiner Homepage das Schloss Osnabrück. Diese Bezeichnung gründet auf der Geschichte des Schlosses Osnabrück, das seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts als Residenz der Fürstbischöfe genutzt wurde.2 Heute ist das Schloss der zentrale Ort der Universität Osnabrück. In dem Gebäude sind das Präsidium, die Verwaltung sowie die Fachbereiche Musik/Musikwissenschaft und Evangelische Theologie untergebracht.3 Zwischen der Nutzung des Schlosses als fürstbischöfliche Residenz und als zentraler Universitätsstandort liegen Phasen, in denen das Schloss durch eine sehr wechselseitige Geschichte geprägt wurde. Zentral ist an dieser Stelle sicherlich die Unterbringung der Geheimen Staatspolizei im Westflügel des Schlosses zur Zeit des Nationalsozialismus.4 Durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss stark zerstört und auch der Wiederaufbau in der Nachkriegszeit veränderte das ursprüngliche Aussehen des Schlosses maßgeblich.5 Dass heute die Universität Osnabrück ihren Sitz im Schloss hat, gründet auf der Nutzung des Schlosses durch die Pädagogische Hochschule.6 Und dennoch muss die Frage gestellt werden, inwiefern die Universität von ihrer Gründung und Eingliederung in das Schloss 1974 bis heute mit dieser wechselseitigen Geschichte des Ortes umgegangen und warum das Schloss als der zentrale Universitätsort bestehen geblieben ist.

  1. O. A.: Schloss Osnabrück. Barocke Oase im Herzen der Stadt, in: osnabrückerland, URL: https://www.osnabruecker-land.de/erleben/kultur-geschichte/schloesser-burgen/schloss-osnabrueck (abgerufen am: 10.10.2024).

  2. Vgl. Westermeyer, Ansgar: Das Osnabrücker Schloß. Planung und Bau im Zeitraum von 1668–1698, in: Franz-Joachim Verspohl/ Ansgar Westermeyer (Hrsg.): Das Osnabrücker Schloß. Stadtresidenz, Villa, Verwaltungssitz (Osnabrücker Kulturdenkmäler, Bd. 5), Bramsche: Rasch 1991, S. 55–96.

  3. Vgl. O. A.: Schloss und EW-Gebäude, in: Universität Osnabrück, URL: https://www2.uni-osnabrueck.de/uos/50jahre/geschichte/schloss-und-ew-gebaeude (abgerufen am: 14.10.2024).

  4. Vgl. Weitkamp, Sebastian: Zentrale des Terrors. Die Gestapo Osnabrück 1933–1945, in: Thorsten Heese (Hrsg.): Topografien des Terrors. Nationalsozialismus in Osnabrück (Osnabrücker Kulturdenkmäler, Bd. 16), Bramsche: Rasch 2015, S. 90–105, hier S. 95–96.

  5. Vgl. Switala, Bruno: Der Schloßkomplex. Chronik seiner Zerstörung, in: Franz-Joachim Verspohl/ Ansgar Westermeyer (Hrsg.): Das Osnabrücker Schloß. Stadtresidenz, Villa, Verwaltungssitz (Osnabrücker Kulturdenkmäler, Bd. 5), Bramsche: Rasch 1991, S. 301–314.

  6. Vgl. Uhrmacher, Erwin: Vom Collegeensemble zum Universitätszentrum. Der Wiederaufbau des Schlosses, in: Franz-Joachim Verspohl/ Ansgar Westermeyer (Hrsg.): Das Osnabrücker Schloß. Stadtresidenz, Villa, Verwaltungssitz (Osnabrücker Kulturdenkmäler, Bd. 5), Bramsche: Rasch 1991, S. 315–340.

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Inhaltlich verantwortlich: Lea Horstmann

[1] O. A.: Schloss Osnabrück. Barocke Oase im Herzen der Stadt, in: osnabrückerland, URL: https://www.osnabruecker-land.de/erleben/kultur-geschichte/schloesser-burgen/schloss-osnabrueck (abgerufen am: 10.10.2024).

[2] Vgl. Westermeyer, Ansgar: Das Osnabrücker Schloß. Planung und Bau im Zeitraum von 1668–1698, in: Franz-Joachim Verspohl/ Ansgar Westermeyer (Hrsg.): Das Osnabrücker Schloß. Stadtresidenz, Villa, Verwaltungssitz (Osnabrücker Kulturdenkmäler, Bd. 5), Bramsche: Rasch 1991, S. 55–96.

[3] Vgl. O. A.: Schloss und EW-Gebäude, in: Universität Osnabrück, URL: https://www2.uni-osnabrueck.de/uos/50jahre/geschichte/schloss-und-ew-gebaeude (abgerufen am: 14.10.2024).

[4] Vgl. Weitkamp, Sebastian: Zentrale des Terrors. Die Gestapo Osnabrück 1933–1945, in: Thorsten Heese (Hrsg.): Topografien des Terrors. Nationalsozialismus in Osnabrück (Osnabrücker Kulturdenkmäler, Bd. 16), Bramsche: Rasch 2015, S. 90–105, hier S. 95–96.

[5] Vgl. Switala, Bruno: Der Schloßkomplex. Chronik seiner Zerstörung, in: Franz-Joachim Verspohl/ Ansgar Westermeyer (Hrsg.): Das Osnabrücker Schloß. Stadtresidenz, Villa, Verwaltungssitz (Osnabrücker Kulturdenkmäler, Bd. 5), Bramsche: Rasch 1991, S. 301–314.

[6] Vgl. Uhrmacher, Erwin: Vom Collegeensemble zum Universitätszentrum. Der Wiederaufbau des Schlosses, in: Franz-Joachim Verspohl/ Ansgar Westermeyer (Hrsg.): Das Osnabrücker Schloß. Stadtresidenz, Villa, Verwaltungssitz (Osnabrücker Kulturdenkmäler, Bd. 5), Bramsche: Rasch 1991, S. 315–340.